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Jochbummler in den Zillertaler Alpen

Termin : 23. Juli - bis 28. Juli 2001

Ein Bericht von Hans Dippon

Teilnehmer: Erich Birkhofer, Hans Dippon, Kurt Heinrich, Eugen Tschoder

Eine Hochgebirgswanderung voller Höhepunkte, fast immer über der 2000 Meter Grenze verlaufend in den südlichen Zillertaler Alpen, war das diesjährige Ziel der Jochbummler im Schwäbischen Albverein der Ortsgruppe Untertürkheim. In 5 Tagen führte der Weg durch das Herzstück dieser Gebirgsgruppe. Der kleine Ort Luttach nahe dem bekannteren Sand in Taufers, am Ende des Ahrntales gelegen, war Ausgangspunkt für diese Tour. Schon der Aufstieg machte den fünf Teilnehmern klar, dass sie sich auf der Sonnenseite in Südtirol befanden, denn der Schweiß floss unaufhörlich. Erst kurz vor dem Nevesjochhaus in 2416 m Höhe war beim überqueren eines großen Schneefeldes etwas Kühlung angenehm. Statt Matratzenlager gab es zum eingewöhnen Betten, die zu einem tiefen Schlaf verhalfen und das vor 22 Uhr, der amtlichen Hüttenruhe.

Um dem nächsten Ziel näherzukommen, musste am folgenden Tag auf fast 1800 m zum Nevesstausee abgestiegen werden. Dies hat sich besonders zum  Fotografieren gelohnt, denn Motive gab es genug. Um zum Hochfeilerhaus in 2710 m Höhe aufzusteigen, mussten also fast 1000 m Anstieg gemeistert werden. Der Wirt hatte ein Einsehen und spendierte noch dem kräftigen Abendessen noch eine Runde "Hochprozentigen". Die folgende Nacht war etwas stürmisch, denn es zogen einige Gewitter vorbei.

Für den absoluten Höhepunkt dieser Tour waren alle gut gerüstet und so konnte am frühen Morgen der Gipfelsturm zum Hochfeiler, mit 3509 m Höhe der höchste Berg der Zillertaler Alpen, angegangen werden. Bis vor wenigen Jahren trennte eine messerschafe Firnscheide im oberen Teil des Westgrates den Zustieg bis zum Gipfel für normale Bergwanderer. Nun ist in den letzten Jahren infolge des allgemeinen Gletscherrückgangs der schmale Firngrat um ca 1 m in die Nordwestflanke hinabgeschmolzen. Zurückgeblieben ist eine leichterer Schrofengrat mit Steigeisen und Eispickel begehbarer Gipfel, sehr zur Freude der Untertürkheimer Jochbummler. Beim "Berg Heil" waren fast alle Strapazen vergessen. Um nicht über ausgedehntes Gestein absteigen zu müssen, wählten die Teilnehmer den kurzen, aber nicht ungefährlichen Weg über den sehr steilen Gletscher. Jenseits einer Scharte schlängelete sich der Steig vorbei an einem kleinen Bergsee zur Eisbruggjochhütte. Nach der Nächtigung auf dieser Hütte folgte ein Höhenweg mit ca 6 std Gehzeit durch eine abwechslungsreiche Hochgebirgslandschaft. Hier waren alle versammelt, die schönsten und seltensten Blumen der Berge.

Die letzte Etappe verlief über den 1978 eröffneten Stabeler Weg. Dieser 15 km lange und hochalpine Höhenweg führte mit beachtlichen Auf- und Abstiegen über drei Seitenkämme hinweg. Aufgrund des schneereichen Winters taten sich viele Hindernisse auf, die überwunden werden mussten. Um nach über 9 Std Gehzeit nicht noch ca. zwei Stunden auf fast 3000 m zur Schwarzensteinhütte aufsteigen zu müssen, wählten die Jochbummler den Weg Richtung Tal. Mit einer Menge Ungewissheit hofften alle, eine Alm als Unterkunft für die letzte Nacht zu finden. Was fast keiner glauben konnte, trat ein. Bei Buttermilch, Käse und Speck wurde auf der Daimer Alb Abschied gefeiert, um im frischen Heu zu nächtigen und vom erlebten zu träumen.

Übrigens werden es im nächsten Jahr 40 Jahre, dass die Untertürkheimer Jochbummler vom Schwäbischen Albverein gemeinsam unterwegs sind.